Der physische Silbermarkt trocknet aus
Das Silver Institute hat inzwischen die endgültigen Zahlen für den Silbermarkt 2025 veröffentlicht.
Sie bestätigen, was viele bereits erwartet hatten: 2025 war das fünfte Defizitjahr in Folge.
Auch für 2026 rechnet das Silver Institute mit einem weiteren strukturellen Defizit – dem sechsten in Serie. Das bedeutet: Die weltweite Nachfrage nach physischem Silber übersteigt erneut die neu produzierte Menge aus den Minen (Quelle: silverinstitute.org).
Die Lage spitzt sich somit weiter zu. Denn die Minenproduktion soll in diesem Jahr leicht zurückgehen.
Folge: Die sichtbaren Lagerbestände weltweit schmelzen weiter ab (Quelle: miningscout.de).

Besonders deutlich wird dies an den großen Börsenplätzen:
Die Bestände an der US-Terminbörse COMEX gehen weiter deutlich zurück – sie „schmelzen wie Schnee in der Frühlingssonne“. In London sieht es nicht wesentlich besser aus. Lediglich in Shanghai konnte der Abwärtstrend vorerst gestoppt werden, allerdings lagern dort historisch gesehen vergleichsweise geringe Mengen physischen Silbers.
Auffällig bleibt zudem der anhaltend hohe Spread zwischen Shanghai und der COMEX von über zehn Prozent. In Shanghai erzielt physisches Silber nach wie vor einen deutlich höheren Preis als in New York. Arbitrage-Geschäfte, die diesen Unterschied ausnutzen könnten, werden jedoch durch die knappen Lagerbestände in den USA zunehmend erschwert.
Kurz gesagt: Der physische Markt wird spürbar enger.
Fazit für Anleger
In einem Umfeld anhaltender Defizite, sinkender Lagerbestände und starker industrieller sowie investmentseitiger Nachfrage gewinnt physisches Silber weiter an strategischer Bedeutung. Wer auf echte Werthaltigkeit und Unabhängigkeit von Papierkonstrukten setzt, ist hier klar im Vorteil.



